Spiraldynamik® – Was steckt dahinter?

Spiraldynamik elementhera

 

Seit machtfit im Oktober in München online gegangen ist, gehört auch das Kursprogramm von elementhera – Therapie und Prävention zum festen Bestandteil des Programms. Dr. Jens Wippert und seine Mitarbeiter sind Physiotherapeuten mit einer Leidenschaft: Sie wollen funktionelle Therapie machen. Das realisieren sie über die Arbeit nach dem Spiraldynamik®-Konzept. Was steckt genau dahinter? machtfit hat nachgefragt.

Herr Dr. Wippert, können Sie uns erklären, was sich hinter dem Spiraldynamik®-Konzept verbirgt?

Das Spiraldynamik®-Konzept – ein dreidimensionales Bewegungs- und Therapiekonzept – wurde vor 20 Jahren begründet. Es ist als eine Art Gebrauchsanweisung für den physiologischen Gebrauch des Bewegungsapparates zu verstehen. Es macht menschliche Bewegung erklärbar und beschreibbar, wodurch Abweichungen im Bewegungsablauf aufgedeckt werden und mit der entsprechenden Therapie behandelt werden können.

Können Sie uns am Beispiel der Kursangebote typische Behandlungsfelder erläutern?

Einer unserer Kurse fokussiert die funktionelle Fußtherapie. Die Füße müssen uns ein Leben lang fortbewegen. Dafür sind sie auch gebaut, aber eher für barfuß über Stock und Stein rennen und nicht in Schuhen über Pflaster und Asphalt flanieren. Durch die daraus resultierende Inaktivität der Fußmuskulatur, lassen sich die gängigen Fußprobleme erklären: Knick-, Senk- und Spreizfüße, der Hallux valgus (Ballenzehen), der Fersensporn und ähnliches. In der Therapie werden die Patienten über die anatomischen Grundlagen aufgeklärt, wird an Skelettmodellen die Funktionsweise der Knochen und Gelenke erklärt und ein Verständnis für die eigene Problematik geschaffen. Darauf aufbauend werden in den Lernschritten Wahrnehmung, Mobilisation und Kräftigung die Voraussetzungen geschaffen, das Erlernte in den individuellen Alltag zu integrieren. Dies wird zum einen über spezielle Fuß-Übungen (siehe auch HIER) und zum anderen über eine grundlegende Veränderung der Haltung v.a. der Wirbelsäule und des Beckens erreicht. Am Ende des Kurses wissen die Teilnehmer, wie sie ihre Füße richtig einsetzen, richtig belasten und das in allen Lebenssituationen. Dann sind auch hohe Schuhe kein Problem mehr.

Wie nehmen Ihre Patienten das an und welche Erfolge haben die Teilnehmer?

Da lasse ich die Teilnehmer am besten selber sprechen und zitiere einen Beitrag einer Patientin aus einem Bewertungsportal: „Ich habe gerade einen der Gruppenkurse abgeschlossen und kann diese uneingeschränkt empfehlen. In kleinen Gruppen wurde der Ansatz der Spiraldynamik erklärt und den Teilnehmern ein umfangreiches Übungsrepertoire an die Hand gegeben. Es war mit das Wirkungsvollste, was ich in Sachen Physiotherapie bisher erlebt habe. Danke an das elementhera-Team. Ich werde bestimmt in der Zukunft mich wieder behandeln lassen!“ (schrieb Simone am 08.07.2013, nachzulesen HIER)

Bieten Sie auch etwas für „Vielsitzer“ an?

Ja, Menschen, die viel sitzen müssen kommen häufig in unsere Wirbelsäulenkurse. Die Wirbelsäule, eigentlich zum Bewegen geschaffen, aber zum Sitzen verdammt, muss ganz ähnlich wie die Füße, viel einstecken. Durch Minder- oder Fehlbewegung werden die Strukturen über die Zeit immer weniger oder unphysiologischer benutzt: Hohlkreuz, Rundrücken, Verspannungen im Hals-Nacken-Bereich, muskulär bedingter Kopfschmerz oder sogar Bandscheibenvorfälle können die Folge sein. Der Schlüssel zum Erfolg, definiert als Linderung oder Vorbeugung dieser Probleme, liegt nicht nur in einem reinen mehr an Bewegung, sondern auch in der richtigen Qualität der Bewegung. Zu wissen und zu spüren, dass die Lendenwirbelsäule aufzurichten und zu stabilisieren, die Brustwirbelsäule zu mobilisieren und die Halswirbelsäule mit dem Kopf koordiniert zu bewegen ist, sind die entscheidenden Lernziele. Realisiert wird das über eine dynamische Haltungs- und Bewegungsschulung, einfach erlernbaren Übungen und Hausaufgaben, die dann wieder in Bewegungsabläufe wie Stehen und Gehen eingebaut werden sollen. So ist das Sitzen funktionell besser gestaltbar und der Büroalltag kann wirbelsäulengerechter bewältigt werden. Dazu gehören aufgerichtetes Sitzen, achsengerechtes Drehen und abwechslungsreiches Bewegen. Somit wird der Alltag zum Übungsparcour! Und was gibt es besseres, als die Zeit mit anatomisch gerechter Bewegung zu nutzen.

Wie laufen die Kurse bei elementhera denn ab?

In den bei machtfit angebotenen Kursen – Fußkoordination und Wirbelsäulentraining sowie dem neuen Gesamtkörper-Aufbautraining – werden diese Inhalte in Gruppen mit max. 7 Teilnehmern in 8 Einheiten á einer Stunde von erfahrenen Therapeuten vermittelt. Genügend Zeit für die praktische Anwendung und die Möglichkeit, auf jeden Teilnehmer individuell einzugehen, bleiben damit gewährleistet.

Frau Uhlig, Sie leiten die meisten Kurse bei elementhera. Wie sind Ihre Erfahrungen mit den Teilnehmern?

Die Wenigsten können sich vorstellen, was sie in den Kursen erwartet. Schon bald bemerken sie, dass sich unsere Kurse von z.B. klassischen Rückentrainingskursen unterschieden. Das Lernen von anatomischen Zusammenhängen und die Konsequenzen für das eigene Bewegen interessieren die Teilnehmer sehr. Viele haben keine Vorstellung von ihrem Körper, von der Lage und Größe der Knochen oder den entsprechenden Muskeln. Je besser die Teilnehmer auch die Hintergründe verstehen, desto leichter fällt ihnen die Umsetzung in die Bewegung.

Was motiviert Sie besonders, die Kurse zu geben?

Es ist immer wieder eine Freude, eine neue Gruppe zu begrüßen. Jeder Start in eine gemeinsame Trainingszeit ist wie der Beginn eines neuen Abenteuers, man weiß am Anfang nie genau wie sich der Weg zum Ziel gestalten wird.

Was haben Sie neben den Kursen noch für Ihre Patienten im Angebot?

Unsere Therapieangebote sind auf funktionell verursachte orthopädische Probleme wie z.B. Bandscheibenbeschwerden, Nackenverspannungen oder Fußbeschwerden abgestimmt. Mit der Arbeit nach dem Spiraldynamik®-Konzept können wir dem Patienten die ganze Bandbreite funktioneller Therapie anbieten. Das reicht von Statik- und Bewegungsanalyse über videogestützte Ganganalyse im Bereich der Befundung bis zur symptombekämpfenden und ursachenorientierten Behandlung im Bereich der Therapie. Unsere Arbeit unterliegt dabei strengen Qualitätsansprüchen. Um diese weiterzuentwickeln, sind wir jetzt auch Spiraldynamik® Lizenzpartner (http://www.spiraldynamik.com/praxen/Muenchen_Wippert.htm ) geworden. Das bedeutet, dass wir unser erworbenes Wissen mit anderen Spiraldynamik®-Partnern teilen, um flächendeckend für die Patienten die beste Behandlungsqualität zu gewährleisten.

Frau Uhlig, Herr Dr. Wippert, herzlichen Dank für das Interview.

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